Anwenderbeispiel PCM: Von der Carbon-Innovation zur industriellen Serienfertigung
Warum immer mehr Composite-Hersteller auf automatisierte PCM-Prozesse setzen
Die Entwicklung moderner Carbon-Bauteile schreitet rasant voran. Ob Hochleistungs-Sportgeräte, Aerospace-Strukturen oder sicherheitsrelevante Komponenten – die Anforderungen an Gewicht, Festigkeit und Qualität steigen kontinuierlich.
Unternehmen wie XeNTIS Carbon Technology oder UBC Europe zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial moderne Composite-Technologien heute bieten. Gleichzeitig verdeutlichen sie eine zentrale Herausforderung der Branche:
Die Entwicklung eines leistungsfähigen Bauteils ist oft nur der erste Schritt. Der eigentliche Erfolg entscheidet sich bei der wirtschaftlichen und reproduzierbaren Fertigung. Genau hier gewinnt Prepreg Compression Molding (PCM) zunehmend an Bedeutung.
Wenn aus einem Composite-Bauteil ein Industrieprodukt werden soll
Viele Carbon-Anwendungen starten als Prototyp oder Kleinserie. Mit steigender Nachfrage verändern sich jedoch die Anforderungen.
Plötzlich stehen nicht mehr ausschließlich Materialeigenschaften im Mittelpunkt, sondern Fragen wie:
- Wie lassen sich Zykluszeiten reduzieren?
- Wie kann die Bauteilqualität konstant gehalten werden?
- Wie werden Prozessdaten dokumentiert?
- Wie können manuelle Arbeitsschritte minimiert werden?
- Wie gelingt die Skalierung zur Serienproduktion?
Spätestens an diesem Punkt wird deutlich, dass moderne Composite-Fertigung weit mehr ist als ein Pressprozess.
Automatisierung wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor
In vielen Bereichen der Composite-Industrie verschiebt sich der Fokus zunehmend von der einzelnen Maschine hin zur gesamten Produktionskette.
Materialhandling, Robotik, Werkzeugmanagement, Qualitätskontrolle und Datenerfassung müssen nahtlos zusammenspielen. Nur so lassen sich reproduzierbare Prozesse und wirtschaftliche Stückzahlen realisieren.
Genau deshalb entwickelt Langzauner nicht nur PCM-Pressensysteme, sondern integriert auch Automatisierungs- und Handlinglösungen in die Gesamtanlage. Der Fokus liegt auf durchgängigen Produktionsprozessen – von der Materialbereitstellung bis zur qualitätsgesicherten Bauteilentnahme.
Composite-Produktion ganzheitlich denken
Unsere Erfahrung aus zahlreichen Composite-Projekten zeigt: Die Leistungsfähigkeit einer Produktionslinie wird nicht durch ihre stärkste Einzelkomponente bestimmt, sondern durch das Zusammenspiel aller Systeme.
Deshalb umfasst moderne Composite-Fertigung heute weit mehr als die Presse selbst:
- automatisierte Materialzuführung
- Robotik für Be- und Entladeprozesse
- Werkzeugwechsel- und Handling-Systeme
- Prozessdatenerfassung und Traceability
- Qualitätsüberwachung in Echtzeit
- Integration in bestehende Produktionsumgebungen
Gerade bei hochbelasteten Composite-Bauteilen entstehen dadurch die Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit, die moderne Märkte heute verlangen.





